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Beziehungs-Tipps: Essen und Tee – wer mit wem?

Tee; www.wikimedia.org

 

Zu einem guten Essen gehört irgendwie auch das passende Getränk. Tee zum Essen ist in vielen Ländern üblich. Während in England beispielsweise zu fast allem Schwarztee getrunken wird, kommen in Japan oder China zumeist grüne Teesorten auf den Tisch. Hierzulande wird vor allem in der Gastronomie schmunzelnd genickt, sobald nach einer Teekarte oder nach Teesorten gefragt wird. Wenn es dumm läuft, schwimmt ein falsch temperierter Beuteltee vor einem im Glas, dessen Aroma die Kochhistorie der letzten Wochen der Restaurantküche verrät. Es gibt bestimmt aber auch Ausnahmen und die Hoffnung, dass sich qualitativ guter Tee irgendwann auch jenseits der asiatischen Restaurants durchsetzen wird, stirbt zuletzt.     

Sofern nun zu Hause gekocht wird oder aber doch die Möglichkeit besteht, aus einer schönen Teekarte zu wählen, dann ist Tee ein sehr geeigneter Menübegleiter. Wer nun mit wem oder genauer mit was harmoniert ist letztlich vergleichbar mit „funktionierenden Beziehungen“. Um eine gewisse kulinarische Harmonie zu erleben, ist es durchaus sinnvoll, wenn Speis und Trank Ähnlichkeiten aufweisen. Das verbindet, macht vieles einfacher und ergänzt sich bestenfalls noch. Die Ähnlichkeiten um die es hier geht, sind nicht Hobbys oder gemeinsame Freunde. Nein es geht um gustatorische Ähnlichkeiten. Es gibt Aromen, die sich perfekt ergänzen und sich im Idealfall sogar noch gegenseitig noch verstärken. Lebensmittel und Teesorten, die in irgendeiner Weise eine gemeinsame Geschmacksnote aufweisen, harmonieren besonders gut miteinander.     

Welche Pärchen haben nun eine besonders harmonische Beziehung?      

Gute Frage, denn so wie die Schönheit im Auge des Betrachters liegt, so ähnlich verhält es sich auch mit dem Geschmack. Dennoch gibt es so einige Beziehungen, die von einem relativ breiten Publikum als „funktionierend“ erachtet werden. Außerhalb der Teewelt wäre das beispielsweise „Kiba“ oder Rotwein und Käse, oder Tomate-Mozzarella, Avocado-Birne oder Gurke-Dill. Tee – egal ob weißer, grüner oder schwarzer Tee – bietet dem Gaumen ein ebenso großes Aromen-Spektrum wie unterschiedliche Weinsorten. Generell kann Tee nicht zur zum Essen getrunken werden, sondern genauso wie ein Gewürz verwendet werden oder in gebrühter Form in Suppen, Saucen, Teigmischungen, Cremes oder mit geschmolzener Schokolade verarbeitet werden. Der Kreativität sind diesbezüglich keine Grenzen gesetzt. Nachfolgend nun ein paar Beispiele, die zu Recht als höchst gelungene Partnerwahl bezeichnet werden dürfen:     

Weißer Tee     

Weiße Tees sind zumeist recht fein und delikat, besitzen kaum Gerbstoffe und sind einfach süffig. Viele Sorten weisen süßlich fruchtige Noten auf. Speisen, die ebenfalls zart, fruchtig oder leicht süßliche Aromen vereinen passen deshalb besonders gut zu weißem Tee. Die Rede ist hier von Feingebäck aller Art. Sahniges, fruchtiges, Biskuit, Mürb Gebäck mit zitronig-fruchtigen Noten, leichte Cremes. Aber auch zarte Nussgebäckspezialitäten harmonieren gut mit weißen Teesorten. Kräftigere, würzigere weiße Tees wie beispielsweise weißer Darjeeling, China Snow Buds oder ein China White Mountain Peak (Bio) passen auch sehr gut zu geröstetem Weißbrot, Toast oder Sandwiches belegt mit Gurken, Räucherlachs oder einfach nur Butter.     

Grüner Tee     

Grüner Tee ist nicht gleich grüner Tee. Hier muss oder sollte die geschmackliche Grundrichtung der Teesorte mit den Speisen abgeglichen werden. Würzigere, kräftige und herbere Sorten passen zu ziemlich vielen Speisen. Die edleren der japanischen gedämpften Sorten wie beispielweise Gyokuro oder Shinchas können ebenso wie Matcha nach dem Brühen auch gegessen werden. In Japan werden beispielsweise die gebrühten Teeblätter des Gyokuro mit Sojasoße beträufelt und zu Reis gegessen. Der Geschmack der Blätter erinnert etwas an Spinat und ebenso wie dieser kann der Tee dann auch Kombiniert werden (z.B. mit Reis, Sesam, Kartoffeln). Hochwertige japanische Grünteesorten passen allesamt hervorragend zu sämtlichen Gemüsesorten, Salat, Quiche, Fisch und Meeresfrüchten sowie Currygerichten, Ingwer und Knoblauch.     

Matcha selbst schmeckt pur oder in sämtlichen Latte, Shake oder Smoothie-Varianten besonders toll. Als Zutat passt er auch zu sehr vielen Speisen: Gebäck, süße Cremes mit Obst, zitronig angehauchten Speisen, Curry, weiße Schokolade, Nussspeisen, Mandelgebäck, Erbsen, Garnelen und weiße Fischsorten, helle Fleischsorten, Blumenkohl, Frischkäse, Erdbeeren, Kokos, Meerrettich und Bananen oder in Kräuterbutter zusammen mit Rosmarin und Thymian.     

Würzigere Grünteesorten wie beispielsweise japanischer Genmaicha (beinhaltet gerösteten Reis), chinesische Lung Ching, Chun Me oder Gunpowder passen hervorragend zu oder in Suppen und zu frittiertem oder gegrilltem Fisch, Geflügel oder Schweinefleisch. Aber auch Antipasti, Grillgemüse, Avocado oder Reisgerichte harmonieren sehr gut mit diesen Sorten.     

Schwarzer Tee     

Auch hier gibt’s feine Unterschiede. Ein leichter spritziger First Flush Darjeeling harmoniert beispielsweise ganz hervorragend mit leichtem Finger Food, Polenta, zitronigem Gebäck, Butter, Buttergebäck, Toast, Gurken leichten Schokoladencremes, Quiche, Blumenkohl und hellen Bohnen. Auch Speisen die Zitrusfrüchte, Gewürze oder Kräuter wie Basilikum, Muskat, Vanille, Ingwer und Zimt enthalten, werden toll durch eine schönen Darjeeling ergänzt.     

Kräftige und malzige Schwarzteesorten wie Assam, Ceylon oder Ostfriesen Mischungen passen beispielsweise hervorragend zu fruchtig süß-würzigen Speisen wie gegrillten Fleischgerichten, süßem Frühstück, Eier mit Speck, gebackenen Bohnen, Kuchen und Torten, frittierten oder gegrillten Fleischgerichten. Auch kurz gebratenes Steak, Rote Beete Carpaccio mit Lemon-Walnussdressing, Eier, Senf, würzigen Nudelgerichten oder gegrilltem Gemüse und natürlich Schokolade sind die perfekten Partner für diese Teesorten.     

Fazit: Der kleine Überblick soll lediglich ganz zwanglos als kleine Anregung dienen. Selber ausprobieren ist natürlich ausdrücklich empfohlen! Spezielle Teesorten wie beispielsweise Jasmintee, Earl Grey oder Rauchtee (Lapsang Souchong) können natürlich genauso zum Essen getrunken oder als Gewürz verwendet werden. Earl Grey passt natürlich klassisch als Frühstückstee oder aber auch ganz hervorragend zu Fischgerichten. Insbesondere Lachs verträgt sich gut mit dessen Aroma. Als Gewürz verwendet, kann sogar roher Lachs mit einer Mischung aus schwarzem Pfeffer, Zitrone, Meersalz und Earl Grey gebeizt werden. Das schmeckt richtig toll. Gebrühter Jasmintee aromatisiert beispielsweise gekochten Basmati oder Jasmin Reis ganz toll und schmeckt natürlich zu allen asiatisch angehauchten Speisen super. Linsengerichte harmonieren ebenfalls sehr gut mit allen kräftigen und würzigen Teesorten und könne auch gerne in Tee gekocht werden. Insbesondere schwarze Belugalinsen schmecken besonders köstlich, wenn sie in Lapsang Souchong Tee gekocht wurden (Raucharoma) und danach noch mit Butter, Speck oder geräuchertem Tofu und einem Spritzer Balsamico verfeinert werden.     

Noch ein Tipp zum Schluss: sofern ein Dampfgarer oder Dämpfaufsatz im Haushalt vorhanden ist, dann einfach mal die Lieblingsgerichte über Tee dämpfen. Aromatisiert diese ganz toll! Ein paar Ideen finden Sie schon in unseren Rezepten, schauen Sie doch dort mal vorbei. Und nun, viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen! NK     

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