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Eis-Tee-Zeit: ein gesunder Genuss – besonders für die „Kleinen“!

Bild: www.simplyhomemade.ca

Mit steigenden Temperaturen steigt auch die Lust auf erfrischende Getränke. Da im Sommer die körpereigene Klimaanlage vermehrt Feuchtigkeit an die Umgebung absondert – verstärktes Schwitzen – sollte auf einen ausreichenden Flüssigkeitsnachschub geachtet werden. Manche Symptome wie beispielsweise Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Kreislaufschwäche lassen sich durch ein paar Gläser Wasser leicht beheben. Darüber hinaus beugt ausreichend Trinken im Sommer der Entstehung von Nierensteinen vor. Die Auswahl an geeigneten Getränken scheint auf den ersten Blick groß zu sein, beim näheren Hinsehen hingegen, schrumpft sie dann doch ganz schön ein!

Da vermehrtes Schwitzen dem Körper auch Mineralsalze entzieht, darf also ein „ideales“ Sommergetränk ruhig ein paar Mineralien enthalten. Gesellen sich dann noch ein paar Vitamine und Antioxidantien dazu, ist das noch besser! Auf gezuckerte Getränke hingegen kann der Körper gut verzichten, davon essen wir sowieso schon viel zu viel. Insbesondere sogenannte „leckere Erfrischungsgetränke“ aus dem Kühlregal enthalten teilweise Zuckermengen, die einer halben Packung Würfelzucker entsprechen! Das Problem sind nicht nur unnötig ”leere” Kalorien und ein künstlich verzuckerter Geschmack. Zu viel Zucker hat eine ähnliche Wirkung wie zu viel Salz! Der Blutdruck steigt und die Entstehung von Nierensteinen wird gefördert (6).

Eine Studie brachte diesbezüglich erschreckendes zu Tage: eine steigende Anzahl kleiner Kinder leidet mittlerweile an Nierensteinen. Und mit Kindern sind hier die wirklich die Kleinen im Alter von 3 Jahren gemeint. Urologen führen dieses Phänomen auf einen zu hohen Zucker- und Salzkonsum zurück – insbesondere zuckerhaltige Getränke wie Limonade oder gezuckerter Fertigeistee – binden das für die Nieren so wichtige Wasser. Diese haben dadurch für ihre Filterarbeit nur wenig Flüssigkeit zur Verfügung. Wer im Biologieunterricht aufgepasst hat, erinnert sich vielleicht noch an den Begriff „Osmose“. Salz und auch Zucker ziehen Wasser an und binden es. Kinder in dem Alter können ihr „Aua“ zudem noch schlecht formulieren, heißt, es dauert oftmals ganz schön lange, bis die Ursache des „Bauchwehs“ entdeckt wird (1; 2).

Wenn Eistee, dann bitte selbstgemacht! Der schmeckt dann nicht nur viel besser, sondern die Inhaltsstoffe können nach Geschmack und Bedürfnis variiert werden. Menschen, die zu Nierensteinen neigen, sollten im Sommer sowieso viel trinken. Für diese Gruppe bietet sich besonders Eistee aus Oxalat armen Teesorten an, wie beispielsweise weißer Tee gemischt mit Früchten, Kräuteraufgüsse oder Kräuter-Fruchtmischungen. Kinder sollten koffeinfreie Sorten erhalten wie beispielsweise Früchte-, Kräuter- und Rooibosaufgüsse. Eistees können zusätzlich noch nach Belieben mit Gewürzen (z.B. Vanille, Zimtstangen) und frischen Früchten aufgepeppt werden. Dies hat neben geschmacklichen Vorteilen auch noch einige gesundheitliche:

  • Mineralien aus Früchten – insbesondere Kalium und Magnesium – liegen in diesen in einer besonderen Salzform vor (Citrate). Diese können vom Körper viel besser verwertet werden als anorganische Verbindungen wie beispielsweise Carbonate. Liest sich jetzt sehr „chemisch“ – gemerkt werden sollte folgendes: frische Früchte enthalten wichtiges pflanzliches Kalium, dass die Nieren schützt und der Nierensteinbildung vorbeugt und hilft bestehenden kleinen Steinchen auszuspülen (5).
  • Eine Studie der Universität Dallas beispielsweise attestiert Orangensaft eine sehr starke Nierensteinen vorbeugende Wirkung. Er toppte sogar Zitronensaft, der bis dato immer als besonders gesund (in Bezug auf die Citrate) galt (3). Auch Kokoswasser – nicht zu verwechseln mit Kokosmilch – ist als leicht fruchtig-säuerliche Zugabe sinnvoll, denn kaum ein anderer Saft enthält so viel Kaliumcitrat.
  • Selbstgemachter Eistees bieten noch einen weiteren unschlagbaren Vorteil: einen  dramatisch  gerinngeren Zuckeranteil - sofern der oder die Zubereitende dies nicht ändert. Dies wirkt sich besonders günstig auf den Blutdruck aus! Studienergebnisse mit 810 US-Amerikanern belegen, dass mit verringertem Konsum zuckerhaltiger Getränke der Blutdruck der Studienteilnehmer deutlich gesenkt werden konnte (4; 7).

Um nun das Beste aus Ihrem selbstgemachten Eistee rauszuholen bieten sich folgende sehr leckere Kombinationen an:

  • Lieblingsgrüntee aufbrühen, abkühlen lassen und als Eistee zubereiten.Hierzu diesen mit ein bisschen Obstsaft oder frischem pürierten Obst und Eiswürfeln mischen.
  • Eiswürfel aus Hibiskusblütenaufguß herstellen und damit den Lieblingstee fruchtig säuerlich aufpeppen. Hibiskus senkt auch hohen Blutdruck (hier).
  • Lieblingskräuteraufgüsse mit Obstsaft abschmecken, einfrieren und für die „Kleinen“ selbstgemachtes „Eis am Stiel“ herstellen.
  • Vanille oder Zimt, Orangenscheiben/Zitronenscheiben in den Lieblingstee geben und/oder Eiswürfel aus Fruchtsäften herstellen und hinzu geben.

Gerade die Kombination verschiedener Teesorten – egal ob Schwarztee, Grüntee, weißer Tee oder ein Matcha Latte auf Eis – mit Fruchtsäften schmeckt besonders lecker und bringt gleich  noch ordentlich Vitamine und Antioxidantien mit. Darüber hinaus reicht die Süße von frischem Obst meistens völlig aus. Eine zusätzliche (ungesunde) Zuckerzugabe entfällt! Probieren Sie es aus und schmecken Sie den Unterschied! Leckere Eistee-Sorten finden sie in den Tea Tastings! NK

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