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Tee und Milch: ja oder nein?

Foto: www.genuss-blog.de

 

Eine Frage, die Teetrinker und Forscher gleichermaßen beschäftigt. Die einen mögen ihren Schwarztee nur mit, die anderen nur ohne. Aber es geht ja nicht nur um den Geschmack. In der Tat kann die Vermengung von Tee und diversen Milchprodukten wie beispielsweise ein Chai Latte oder ein indischer Joghurt Lassi sehr gut schmecken. Wer jedoch in den vollen Genuss der gesunden Antioxidantien kommen möchte, sollte die Milch lieber weglassen. 

  • Forscher fanden heraus, dass die antioxidativ wirkenden Katechine (EGCG; u.a.) des Tees von einem in der Kuhmilch vorkommenden Eiweiß (Beta-Casein) gebunden und somit unwirksam werden (1; 4).
  • Für Schwarzteeliebhaber mit einer Neigung zur Oxalat-Steinbildung kann es jedoch sinnvoll sein, einen Schuss Milch in den Tee zu geben, da dieser sehr hohe Mengen Oxalat enthält. Kalzium in der Milch bindet dieses. Dies hat den Vorteil, dass die Kalzium-Oxalatverbindungen im Verdauungstrakt nicht resorbiert werden können und somit unschädlich gemacht werden. Darüber hinaus besteht auch noch die Möglichkeit, auf oxalatärmere Teesorten wie weißer Tee, Grüntee oder Oolongtee auszuweichen. Ergebnisse einer Studie zeigten, dass verschiedene Grünteesorten (chinesische, japanische), Jasmintees und Oolongtees unbedeutend geringe Mengen an Oxalat enthalten (2; 5). Wie es scheint, hat die Dauer des Fermentationsprozesses bei der Teeherstellung einen Einfluss auf die Oxalatentstehung im Teeblatt. Schwarztee durchläuft den längsten Fermentationsprozess und enthält dementsprechend sehr viel Oxalat. Weißer Tee hingegen ist der am wenigsten fermentierte Tee, er wird nach der Pflückung lediglich getrocknet. Dadurch enthält er am wenigsten Oxalat. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte sollte auf Kräutertees ausweichen.
  • Für alle Puristen oder Gesundheitsbewusste ohne Nierensteinneigung ist die Zugabe von Zitronensaft sehr sinnvoll. Dieser verstärkt die Aufnahme der Antioxidantien aus dem Tee – aus Grüntee und Schwarztee gleichermaßen (3; 6).

Für alle, die ihren Tee jedoch lieber „mit“ trinken möchten und trotzdem nicht auf die gesundheitsfördernden Antioxidantien verzichten möchten gibt’s zum Glück mittlerweile einige Alternativen: pflanzliche Sahne, Mandelmilch, Kokosmilch, Sojamilch, Reismilch und diverse Getreidemilchsorten stehen in jedem Reformhaus oder Naturkostladen zur Auswahl. Diese eignen sich allesamt für die Zubereitung eines leckeren Matcha Latte oder Chai Latte. Welche Variante am besten schmeckt, muss jeder für sich selbst entscheiden. NK

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