Tee macht Sushi gesünder!
Die Japaner scheinen instinktiv zu wissen, dass das beste Getränk zu frischem rohen Fisch Grüntee ist. Sushi-Bars sind hierzulande ja mittlerweile sogar schon in Kleinstädten zu finden und erfreuen sich großer Beliebtheit.
Die frischen leichten Fischgerichte werden zumeist mit Sojasauce oder Tamari gewürzt verspeist. Frischer Fisch ist eine heikle Angelegenheit: er muss absolut hygienisch verarbeitet werden. Dass Grüntee sehr antibakteriell, antiviral und voller Antioxidantien ist, mag diesbezüglich zwar ganz prima sein, aber er macht in diesem speziellen Fall noch was anderes. Große Fische – typische Sushi-Sorten – wie Thunfisch oder Lachs stehen eher am Ende der marinen Nahrungskette. Dementsprechend finden sich in diesen Fischen aufgrund der Verschmutzung der Meere oft Rückstände von giftigen Schwermetallen. Insbesondere Quecksilber. Dies ist schon in kleinsten Mengen sehr giftig und schädigt unser Gehirn und sämtliche Organe.
Eine Studie der Purdue University hat den Einfluss verschiedener Lebensmittel auf die Resorbtionsrate von Quecksilber aus Fisch untersucht (1;2). Bestimmte Nahrungsmittelbestandteile (Polyphenole und Ballaststoffe) scheinen die Aufnahme von Quecksilber im Verdauungstrakt zu hemmen.
Eines der polyphenolhaltigen Nahrungsmittel dieser Studie war Grüntee – genauer Grüntee-Extrakt um eine genau bestimmbare Wirkung der Katechine untersuchen zu können. Ebenfalls im Rennen: Schwarztee-Extrakt, Sojaprotein und Grapefruitextrakt. Als ballaststoffhaltige Nahrungsmittel wurden Weizen- und Haferkleie sowie Flohsamen in der Studie verwendet.
Die Resultate der Studie sind sehr interessant. Sojaprotein konvertierte die enthaltene Quecksilbermenge in eine nicht resorbierbare Form. Die Linie zeigt den Quecksilbergehalt, die Balken die noch mögliche resorbierbare Restmenge:
Die Tee-Extrakte (in Pulverform) schnitten ebenfalls sehr gut ab, wobei Schwarztee in niedriger Dosierung leicht in Führung lag, in höheren Dosen war zwischen Schwarz- und Grüntee kein Unterschied mehr (hellgrün Grüntee / dunkelgrün Schwarztee).
Unter den Ballaststoffen senkte insbesondere Weizenkleie, gefolgt von Haferkleie die Menge an resorbierbarem Quecksilber stark ab. Flohsamen taugt in dieser Hinsicht ebenso wenig wie Grapefruitsaft.
Fazit: Wenn schon Fisch, dann zusammen mit Tofu, Schwarztee / Oolong oder hochwertigem Grüntee verspeisen. Eine Scheibe Vollkornbrot scheint auch nicht verkehrt zu sein. Da in der Studie Teepulver verwendet wurde, ist das klassische Matcha-Eis natürlich das empfehlenswerteste Dessert hinterher! Guten Appetit! NK











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