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Europäische Studie zeigt: Teetrinken schützt vor Typ-2 Diabetes!

Foto: www.gegenkopfschmerzen.de

Daten der EPIC- Kohortenstudie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)) ermöglichten nun erstmals, den Einfluss von regelmäßigem Teekonsum auf die Gesundheit zu untersuchen. Im Fokus stand die Stoffwechselerkrankung Typ-2 Diabetes (1).

Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit; krankhaft erhöhter Blutzucker) ist weltweit weiter auf dem Vormarsch. Derzeit werden in Deutschland jährlich rund 270.000 Typ-2-Diabetes-Neuerkrankungen erfasst, die Dunkelziffer ist vermutlich noch höher. Die Prognosen für die nächsten Jahre sehen ebenfalls düster aus. Die „Zuckerkrankheit“ entwickelt sich derzeit in sämtlichen Industrienationen und Ländern, in denen der westliche Lifestyle Einzug hält zu einer wahren Epidemie. Besonders schlimm ist, dass immer öfter schon Kleinkinder und Jugendliche an Diabetes erkranken. Lange galt die Erkrankung als eine typische Alterserkrankung, die üblicherweise erst im fortgeschrittenen Alter auftritt. Die Zeiten sind jedoch vorbei, Diabetiker werden immer jünger!

Mediziner mahnen schon lange zur Vorbeugung, denn die Erkrankung an Typ-2 Diabetes ist in den meisten Fällen auf bestimmte Lebensstilfaktoren zurückzuführen. Zu wenig Bewegung, zu hochkalorisches Essen und insbesondere Übergewicht und Rauchen zählen zu den Hauptverursachern. Die Folgen eines unbehandelten stark erhöhten Blutzuckerspiegels sind alles andere als harmlos. Diabetiker haben ein stark erhöhtes Sterberisiko (Schlaganfall, Herzinfarkt), Amputationsrisiko und leiden häufig an etlichen entzündlichen Erkrankungen (Zahnerkrankungen, Erblinden, Nierenversagen) da Diabetes langfristig entzündliche Prozesse verstärkt und die Blutgefäße schädigt (diabetische Durchblutungsstörungen).

Nach diesen grausigen Fakten nun zu etwas angenehm Erfreulichem: Tee trinken! Diese unsere liebste Tätigkeit hier auf Teepapst.com ist nämlich – höchst wissenschaftlich bewiesen – auch in Europa ein Diabetesrisikosenker! Zu langes Wort, sagen wir doch lieber: Tee trinken ist eine sehr gemütliche, leckere und zuweilen gesellige Form der Prävention und Gesunderhaltung von Körper und Geist!

Dass Tee trinken das Diabetesrisiko mindert, ist aus vielen internationalen Studien bekannt. Viele von diesen stammen aus Ländern, in denen kulturell bedingt sehr viel Tee getrunken wird. Es war bisher nicht klar, wie viel Einfluss auch ein anders gearteter Lebenswandel aus der Erkrankungshäufigkeit hat. Zu unserer Freude gibt’s jetzt endlich auch mal richtig ordentlich viel Datenmaterial zum Teekonsum und zur gesundheitlichen Wirkung von Tee in acht europäischen Ländern. Die Daten der The EPIC-InterAct Kohorten Studie ermöglichten es, den Teekonsum und das Auftreten von Diabetes Typ-2 Neuerkrankungen zu untersuchen.

Die Auswertung über den Zusammenhang von Teekonsum und Diabetes Typ-2 Erkrankungen sah folgendermaßen aus:

  • 340.243 Personen im Alter von 20 bis 79 Jahren aus acht verschiedenen Ländern (Spanien, Italien, Schweden, Frankreich, Dänemark, Deutschland, Holland und England)
  • Länderspezifische Ernährungs- und Lifestyle-Faktoren wurden berücksichtigt.
  • Daten zu Ernährungsgewohnheiten, Rauchen, Sport, Erkrankungen und Körpergewicht der letzten 12 Monate wurden berücksichtigt.
  • Sport, Freizeitverhalten, Arbeitsbelastung und Bildungshintergrund wurden berücksichtigt
  • Der Teekonsum reichte von null Tassen/Tag in Spanien bis zu vier Tassen/Tag in England.
  • Es wurde nicht zwischen Grüntee und Schwarztee unterschieden.

Die Ergebnisse bestätigen erfreulicherweise vorherige Forschungsergebnisse zu diesem Thema. Von den Teilnehmern tranken die Spanier am wenigsten Tee, Engländer am meisten. Verwundert jetzt nicht wirklich. Die Deutschen Studienteilnehmer wiesen immerhin einen täglichen Durchschnittskonsum von 1,2 Tassen Tee auf und landen damit hinter den Holländern auf Platz 3 (Bild 1):

Dass Teetrinken vor einer Typ-2 Diabeteserkrankung schützt, konnte auch in dieser Studie belegt werden. Wer regelmäßig eine bis vier Tassen Tee am Tag trinkt, hat ein 16% geringeres Risiko, Diabetes Typ-2 zu entwickeln. Wer nur gelegentlich eine Tasse trinkt hat ein ebenso hohes Risiko wie Nicht-Teetrinker. Mehr als vier Tassen pro Tag scheinen das Risiko nicht weiter zu verringern  (Bild 2):

Deutlich wurde auch, dass Teetrinker insgesamt einen gesünderen Lebensstil pflegten. Sie rauchten weniger, bewegten sich mehr, was wiederum das Diabetesrisiko zusätzlich senkte. Dies wurde in den statistischen Analysen natürlich berücksichtigt (1).

Fazit: Eine regelmäßige ‘Tea Time’ muss sein! Der Genuss von echtem Tee (Camellia Sinensis) in Form von weißem Tee, Grüntee oder Schwarztee von bis zu vier Tassen pro Tag kann somit als Diabetes Typ-2 Prävention angesehen werden. Wunderbar!

Wer sein Risiko noch weiter verringern möchte, sollte sich Gedanken über eine passende Sportart machen. Eine weitere Analyse der der EPIC-Daten zeigte, dass unabhängig vom Körpergewicht, Bewegung ein weiterer wichtiger Baustein in der Verhinderung von Diabetes ist (2)! Also ab auf Fahrrad und auf zum nächsten Teeladen! Genießen hält gesund! NK

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