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Gyokuro, der Ferrari in der Welt des Tees

1. Aroma

Gyokuro hat ein tief-grünes Schatten-Aroma, mit betörend intensivem Umami in der Nase. Am nächsten kommt da sicher eine Kombination aus Spargel, Melone und Trüffel und natürlich hochwertigem Grüntee. Dieses für Gyokuro und Matcha einzigartige Aroma heißt auf Japanisch „ooika“ und bedeutet: Schatten-Duft. Eine sehr treffende Beschreibung, denn wer diesen Duft einmal in der Nase hat, vergiesst ihn nie wieder.


2. Anlässe

Ganz korrekterweise müsste man sagen, dass Gyokuro eigentlich nie „getrunken“ wird, sondern dass man sich eher einzelne Tropfen super intensiv auf Zunge und Gaumen ganz langsam zergehen lässt. Ähnlich wie Grano Padano – mit hochwertigen Parmesan schmiert man sich kein Käsebrot, sondern genießt Stückchen für Stückchen. 

Gyokuro heißt übersetzt wörtlich Tautropfen – das ist nicht nur ein Hinweis auf die unglaubliche Frische, sondern vor allem auch auf die hohe Kunst des Genießens von nur wenigen, hoch-intensiven, großartig aromatischen hochkomplexen Tropfen ultimativen Luxus-Tees. 

Ganz besonderes seltene Tees heißen in Japan  daher „ Die Tropfen der Götter“. Unser Aiya Gyokuro Kimigayo gehört hier als spezieller Wettbewerbs-Tee eindeutig dazu. „Kimigayo“ ist die erste Zeile der Japanischen Nationalhymne und bedeutet: „Du bist die Welt für mich“. 

3. Zubereitung


Hier habe ich 2 Tipps. Tipp 1 für normale Teetrinker: Wasser kochen, auf 70 Grad abkühlen lassen, 12g Gyokuro auf 1 Liter Wasser, 3 Minuten ziehen lassen. Schmeckt fantastisch, aber wird dem komplexen Aroma nicht ganz gerecht. 

Darum Tipp 2 für echte Gourmets, die die Tropfen der Götter suchen:

Wasser auf 50 Grad abkühlen lassen, 5-8g Tee in eine kleine, typisch Japanische Teekanne geben. Nur gerade mit soviel Wasser aufgießen, dass die Blätter vom Wasser gerade so bedeckt sind. Den Blättern dabei zusehen, wie sie das Wasser aufsaugen und schön quellen, bis so gut wie kein Wasser mehr sichtbar ist und die Kanne dabei fast trocken wird. Dabei nicht den Lärm der Zeit vergessen und auch mal auf die Uhr sehen. Ca. 5 Minuten ziehen lassen. Nun tropfenweise in kleine Teebecher (in der Größe von Schnapsgläsern) ausgießen und den Tee ja nicht trinken, sondern Tropfen für Tropfen auf Zunge & Gaumen intensive zergehen lassen. Wie ein Tautropfen, der auf einem Blatt Wasser schmilzt. 

Das Ergebnis: ein Umami Feuerwerk und ein wahrer Teesturm für Gaumen und Seele, tief-komplex und wahrhaft ein Genuss. Aber Achtung:

  1. Nur für Feinschmecker, die sich auf neue Geschmackssinne einlassen wollen – nichts für Grüntee-Anfänger oder starke Raucher.
  2. Funktioniert nur mit echtem, authentischen & hochwertigem Gyokuro. Das ist nun etwas wenig rücksichtsvoll formuliert, aber von allen Produkten auf dem deutschen Markt kann ich guten Gewissens nur den von aiya – THE TEA empfehlen. Nicht weil es mein Unternehmen ist, dass diesen Tee herstellt, sondern: weil das ein wahrhaft großer Tropfen ist, ein Grand Cru Exceptionell, wie die Franzosen sagen würden.
  3. Nicht Abends vor dem Schlafengehen trinken – Hochintensiver Gyokuro hat viel viel Koffein!

Fukushima

Generell sind Deutsche & Europäische Gesetzgebungen so sicher, dass sich kein Konsument Sorgen über Fukushima machen muss – sämtliche Tees aus Japan sind frei von Strahlen. Um aber dennoch auf Nummer sicher zu gehen, hier ein paar Experten-Tipps:

  1. Achte auf die Marke: Bekannte & hochwertige Marken können es sich nicht leisten, ihre Tees nicht auf Strahlung zu analysieren
  2. Achte auf Bio: Hersteller, die Bio Produkte anbieten, sind auf das Thema sensibilisiert
  3. Kaufe bei vertrauenswürdigen Händlern: Nicht in Asiamärkten um die Ecke, sondern in Renommierten Fachgeschäften oder von bekannten Japan Tee Marken
  4. Fordere ein Zertifikat an: Ein seriöser Händler liefert immer ein Zertifikat. Ein weniger seriöser liefert nur eine Ausrede.